Dorfentwicklung

Gemäß dem seit Grün­dung der neuen Stadt Buchen als Richtschnur gel­tenden Grund­satz, die Entwick­lung in der Kern­stadt und in den Stadt­teilen gle­ich­mäßig voranzutreiben, wur­den von Anfang an par­al­lel zur Entwick­lung in der Kern­stadt alle für die Stadt­teile in Frage kom­menden Förder­pro­gramme ausgeschöpft.

Dorfentwicklung

Folgende Pläne sind Bestandteil der Dorfentwicklung

  • Stad­ten­twick­lungs­plan
  • Flächen­nutzungs­plan
  • Dor­fen­twick­lungs­plan
  • Bebau­ungspläne
  • Land­schaftss­chutz­plan – Elztal
  • Gewässer­en­twick­lungs­plan – Elz
  • Bachrand­pro­gramm
  • Natur­park Neckartal-​Odenwald

Das Dor­fen­twick­lung­spro­gramm des Lan­des Baden-​Württemberg ver­langte die Auf­stel­lung eines Dor­fen­twick­lungs­planes. Dieser ist an kein bes­timmtes öffentlich-​rechtliches Ver­fahren gebun­den, kann daher unkom­pliziert fort­geschrieben wer­den und bietet in der Aus­führungsphase auch den erforder­lichen Spiel­raum zur Durch­führung von Einzelmaßnahmen.

1994 stellte Architekt Ull­mann den von der Stadtver­wal­tung in Auf­trag gegebe­nen Dor­fen­twick­lungs­plan für den Stadt­teil Ein­bach vor. Er war Leit­bild für die Arbeit der Ortschaftsver­wal­tung und des Ortschaft­srates in den ver­gan­genen Jahren. Die Anre​gungen des Plan­ers wur­den Stück für Stück umge­setzt. Der Aus­bau der Ortsdurch​fahrt bot die Möglichkeit auf diesem Weg ein großes Stück weiterzukommen.

Aus­bau der Orts­durch­fahrt

Mit dem Aus­bau der Orts­durch­fahrt mit Fertigstellung im Jahr 1995 ist die Dor­fen­twick­lung nicht been­det.

Sie ist ein langfristiger Prozess. Vor allem darf die Entwick­lung nicht nur in einem „Mehr“ an Sub­stanz, son­dern ins­beson­dere in einem „Mehr“ an Qual­ität mit Verbesserung der vorhan­de­nen Struk­turen gese­hen werden.

Beim Aus­bau der Orts­durch­fahrt suchte man auf fol­gende Gesicht­spunkte zu achten:

  • die dör­fliche Eige­nart (Oden­wälder Streusied­lung) erhal­ten bzw. verdeutlichen
  • die Bedürfnisse aller Straßen­be­nutzer beachten
  • dor­fgerechte Straßen­later­nen aufstellengepflasterte Rin­nen ent­lang der Straße anlegen
  • straßen­be­glei­t­ende Mauern aus Buntsand­stein, dem Gestein des Oden­waldes, fortführen
  • dorftyp­is­che Holz­zäune wieder aufrichten
  • das Waaghäuschen um das Buswarte­häuschen mit Tele­fonzelle und Trafo­s­ta­tion erweitern
  • ent­lang der Straße Obst­bau­malleen pflanzen

Der Heimatverein hat eigen­ständig fol­gende Pro­jekte durchgeführt:

  • zwei ehe­ma­lige Dorf­brun­nen wieder in Gang gesetzt
  • Bild­stöcke restau­ri­eren lassen und ihnen, wenn sie nicht mehr an ihrem ursprünglichen Ort standen, einen neuen Platz gegeben

1995 wird ein neuer Brun­nen­trog zur Erin­nerung an den Aus­bau der Orts­durch­fahrt vom Heimatverein aufgestellt.

Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner wer­den – Unser Dorf hat Zukunft“

Bereits im Jahr 1960 beteilgte sich das Ort an einem Landeswettbewerb zur Dorfverschönerung und bekam eine entsprechende Anerkennung ausgesprochen.

Mit einer erneuten Beteili­gung am Lan­deswet­tbe­werb „Unser Dorf soll schöner wer­den – Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2000 ist ein weit­erer Schritt erfolgt. Die Dor­fen­twick­lung wurde zu einer Gemein­schaft­sar­beit der Bürger. Die erreichten Erfolge mit Auszeichnung in Silber im Kreisentscheid und Bronze im Bezirksentscheid war ein Aus­druck des dör­flichen Gemein­schafts­ge­fühls mit dem sich die Mehrzahl der Bürger iden­ti­fizieren konnte.

700 Jahre Einbach – ein Dorf mit Zukunft“

war das Festmotto zur 700 Jahrfeier im Jahr 2006.

Einbach sollte auch nach dem dramatischen Strukturwandel in der Landwirtschaft eine lebendige Wohngemeinde bleiben. Die Bürger sollten sich der bewegten Geschichte ihres Dorfes bewußt sein.

700 Jahre Einbach

Deshalb feierte das Dorf im Jahr 2006 das 700 jährige Jubiläum der ersten schriftlichen Nennung Einbachs mit einem großen dreitägigen Fest. So konnte das Dorf den Wandel der Zeit einem breiten Publikum vorstellen und sich von den anonymen, geschichtslosen Neubaugebieten an Stadträndern unterscheiden.